Projekte

Flow-Erleben beim Laufen

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Unter Flow wird ein veränderter Bewusstseinszustand verstanden, der sich in einem Gefühl der Leichtigkeit, einem völligen Aufgehen in einer Tätigkeit oder einer veränderten Zeitwahrnehmung ausdrückt. Im sportlichen Kontext berichten Spitzen- und Breitensportler von diesem Zustand während dem Ausführen verschiedensten Sportarten, wie z.B. Laufen, Klettern, Surfen,….. Eine neurokognitive Erklärung des Flow Erlebens stellt die transiente Hypofrontalitätstheorie dar. Die vorübergehend reduzierte Funktion des Frontallappens wird hierbei für diese Empfindungen verantwortlich gemacht. Inhalt des Projekts ist, mittels verschiedener Studien, situative, neurokognitive und physiologische Aspekte des Flow Erlebens beim Laufen zu untersuchen.

 

Einfluss von nicht-invasiver Hirnstimulation auf das Bewegungslernen

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Bewegungsplanung, Bewegungsausführung und Bewegungslernen beruhen auf neurobiologischen Prozessen die (zum Großteil) vom Gehirn aus gesteuert werden. Mittels transkranieller Stromstimulation  (tCS, u.a. tDCS & tACS) kann man die Aktivität des Gehirns zu einem gewissen Teil modulieren. Hierbei sind wir daran interessiert wie sich eine tCS auf das Bewegungslernen und dessen neuronale Prozesse auswirkt.

 

Die visuelle Reizverarbeitung beim Atemanhalten

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Ziel dieses Projektes ist es, die Funktionsweise und das Anpassungsvermögen des Gehirns in Situationen zu verstehen bei dem der Mensch den Atem über einen längeren Zeitraum anhalten muss wie z.B. beim Sporttauchen als auch im Berufstauchen, beim Freitauchen oder beim Surfen. In allen diesen Situationen ist es von enormer Bedeutung, dass die Funktionsweise des Gehirns und damit die Handlungsfähigkeit des Menschen aufrechterhalten bleiben. Daher prüfen wir, in einem ersten Ansatz mittels EEG, ob beim Anhalten des Atems automatische Reizverarbeitungsprozesse verändert sind.

 

Das Verhalten des Menschen im und unter Wasser

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In diesem Projekt soll in mehreren Studien das Verständnis des Zusammenhangs von psychologischen Charakteristika, der körperlichen Leistungsfähigkeit und dem Verhalten des Menschen im und insbesondere unter Wasser wie z.B. beim Gerätetauchen als Sport oder als Beruf verbessert werden. Ein vertieftes Wissen über solche Zusammenhänge kann für die spezifische Ausbildung nutzbar gemacht werden und einen Beitrag zur Unfallvermeidung leisten. Unter dem Blickwinkel, dass Unfälle beim Gerätetauchen zu einem großen Prozentsatz (ca. 60%) auf menschliches Fehlverhalten zurückführbar sind und nicht auf technisches Versagen oder andere Gründe, ist die Berücksichtigung der psychischen und auch neurokognitiven Komponenten in solchen Situationen von großer Bedeutung.

 

Tauchstudie

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Neuronale Korrelate des Bewegungslernens mittels Spiegeltraining

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Spiegeltraining stellt ein Konzept zum Erlernen einer Bewegung und der Behandlung von Schmerzsymptomen dar. Die Trainingsmethode setzt sich aus der Kombination einer tatsächlich ausgeführten Bewegung und der Beobachtung dieser Bewegung im Spiegel zusammen. Mehrere Studien zu diesem Thema sollen Aufschluss über die Wirkmechanismen und Funktionsweisen des Spiegeltrainings im Zusammenhang mit der Veränderung der Gehirnaktivität (EEG), aufzeigen. Praktische Relevanz hat dieser Ansatz vor allem in der Rehabilitation, z.B. zur Behandlung von Schmerzsymptomen oder Bewegungsdefiziten nach Sportverletzungen.

 

Persönlichkeit, Motivation und Kognitionen bei Ultra-Ausdauer-Sport

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Warum beteiligen sich Personen an extremen Ausdauer-Sport-Veranstaltungen? An Marathons die mehrere Tage dauern, Distanzen von deutlich mehre als hundert Kilometer umfassen oder in der Wüste, in Nepal oder andere entlegenen Gebieten durchgeführt werden? Was treibt Athleten an dreifach-, oder zehnfach- Triathlons teilzunehmen? Zu welchen kognitiven Veränderungen oder Ausfällen führen diese Anstrengungen?

Sportpsychologische Begleitung des Behindertensport-Projekts handicapped.golfen

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In Zusammenarbeit mit dem Initiator des Projekts handicapped.golfen Nicolas Zimmermann und dem Mainzer Golfclub begleiten wir dieses Projekt sportpsychologisch und betrachten es aus der wissenschaftlichen Perspektive. Beim handicaped.golfen haben Schülerinnen und Schüler mit Behinderung die Möglichkeit den Golfsport unter professioneller Anleitung zu erlernen und für sich zu gewinnen. Im Zentrum steht hierbei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine sportliche Betätigung zu ermöglichen und den Golfsport für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung ist es die Wechselwirkung des Golfspielens auf das Erleben und Verhalten von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im und durch den Sport zu erfassen.

 

Leistungsdiagnostische Spielbeobachtung

Die Leistung in der Sportspielen ist von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren und Leistungsvoraussetzungen abhängig und deshalb anspruchsvoll zu analysieren. Da der Taktik in diesem Kontext eine besondere Bedeutung zukommt, stehen die Erfassung und Bewertung taktischen Verhaltens im Interessens-Fokus. Wer Interesse hat, eine Abschlussarbeit zur leistungsdiagnostischen Spielbeobachtung in unterschiedlichen Sportspielen zu schreiben, ist herzlich eingeladen sich bei Christian Winter (Christian.Winter@uni-mainz.de) zu melden.