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Leistungsdiagnostik beim Nachwuchs des HLZ Friesenheim-Hochdorf

Was soll ich mehr oder weniger trainieren? Müsste ich höher springen können? Sollte ich im Training das Gleiche machen wie meine Mannschaftskamerad*innen?

Diese Fragen sind typisch für viele Sportler*innen und könnten bald (zumindest aus konditioneller Perspektive) für die Jugendlichen des Handball-Leistungszentrum Friesenheim-Hochdorf etwas klarer zu beantworten sein. Im Rahmen von drei Abschlussarbeiten packten Paul Hager, Leo Heidelmann und Joshua Kramer am Freitag, dem 01.07.2022 ihren Kofferraum voll mit Testinstrumenten und machten sich auf den Weg nach Ludwigshafen.

Dort stand die sportmotorische Testung der C-, B- und A-Jugendlichen des HLZ Friesenheim-Hochdorf an. In vertrauensvoller Kooperation bereiteten Manuel Kuner vom HLZ und Christian Winter vom Institut für Sportwissenschaft der JGU Mainz die erstmalige Zusammenarbeit vor. "Das HLZ ist strukturell und personell sehr gut aufgestellt und stellt deshalb einen sehr attraktiven und sympathischen Kooperationspartner aus der Sportpraxis dar", fasst Winter zusammen.

Die drei Studierenden setzen sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten mit evidenzbasierter Trainingsplanung auseinander. Was vielleicht etwas theoretisch klingt, erhält durch die leistungsdiagnostische Testung der Jugendlichen einen expliziten praktischen Bezug. Die Trainingsempfehlungen sollen helfen, wenn sich Handballer*innen in einer der getesteten konditionellen Dimensionen verbessern möchten (z.B. höher springen können, ausdauernder laufen können etc.). Es soll also kein Thema für die Schreibtischschublade sein, sondern interessierten Handballer*innen eine Orientierung bieten.

Das Team aus Mainz bedankt sich bei den Jungs des HLZ Friesenheim-Hochdorf und deren Koordinatoren Manuel Kuner und Nik Dreyer für die Möglichkeit, Erfahrungen im realen sportlichen Kontext sammeln zu können.

Manuel Kuner (Leistungssportkoordinator HLZ): „Die Kooperation mit der mit Christian Winter vom sportwissenschaftlichen Institut der JGU Mainz ist erst vor wenigen Monaten zustande gekommen. Umso dankbarer und auch stolz bin sind wir darauf, dass wir gleich zu Beginn eine gemeinsame Leistungs- und Präventivdiagnostik für unsere Nachwuchshandballer auf die Beine gestellt haben. Ich danke Christian Winter und seinem Team für die hervorragende Zusammenarbeit und freue mich auf weitere gemeinsame Projekte.“

Legende im Handball Tor in Mainz: Henning Fritz besucht das Institut für Sportwissenschaft

Die Torwart-Legende im Handball, Henning Fritz, war zu Gast am Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und berichtete aus der Welt des Spitzensports.  
Henning Fritz | Foto: N. Hänsler

Henning Fritz gewann mit der deutschen Handballnationalmannschaft 2004 die Europameisterschaft in Slowenien und 2007 die Weltmeisterschaft in Deutschland. Als erster Handballtorhüter wurde er 2004 zum Welthandballer ausgezeichnet. Der fünfmalige deutsche Handballmeister zählte in seiner aktiven Karriere ohne Zweifel zu den weltbesten Torhütern im Handball. Ein spannender Gesprächspartner, der der Einladung von Dr. Christian Winter gerne folgte und am 23. Juni zu Gast im Mainzer Sportinstitut war.

Zahlreiche Sportstudierende und Institutsmitarbeiter*innen folgten den kurzweiligen Ausführungen des einstigen Spitzensportlers und heutigen Unternehmers und Buchautors. Er gab den Anwesenden persönliche Einblicke in seine sportliche Biographie und unterstrich die Bedeutung der Themen Regeneration und Einstellung für den langfristigen Erfolg in der Welt des Spitzensports. In dem von ihm gegründeten Unternehmen Neuronavi® widmet sich Henning Fritz mit seinem Team intensiv der Entwicklung von Regenerationssystemen.

 

Die seltene Gelegenheit, einen derart populären Spitzensportler sprechen zu hören und mit ihm in den Dialog gehen zu können, ließen sich nicht viele am Sportinstitut entgehen, denn mit rund 100 Zuhörenden war der Saal fast voll besetzt. Im Anschluss konnten im neuen Grünen Hörsaal des Sportinstituts noch weitere Fragen diskutiert und schlussendlich auch die begehrten Autogramme ergattert werden.

Das Mainzer Sportinstitut bedankt sich bei Henning Fritz für die spannenden Einblicke in die Welt des Spitzenhandballs.

B.A.-Studierende unterstützen HHV bei Talentsichtung

Am 27.11.2021 war ein Projektseminar des Instituts für Sportwissenschaft der JGU Mainz im hessischen Langenselbold im Einsatz.
Die Studierenden im B.A.-Studiengang unterstützten den Hessischen Handball Verband bei der Sichtung der Mädchen und Jungs des Jahrgangs 2008 zur Bildung eines Landeskaders. Mit viel Engagment, unterstützender Technik und einem geschult-wissenschaftlichen Herangehen wurden in knapp 3 Stunden rund 200 Kinder beim Absolvieren diverser sportmotorischer Tests begleitet.
Die Zusammenarbeit zwischen dem HHV und Dr. Christian Winter findet bereits seit 2017 statt und wurde von Jahr zu Jahr basierend auf dem beidseitig vertrauensvollem Verhältnis kleinschrittig ausgebaut. So profitieren die Studierenden, die eine Testung in einem realen Kontext durchführen können; der Verband, der professionelle sportwissenschaftliche Unterstützung erhält und vor allem jedes Kind, das ein individuelles Stärken- und Schwächen-Profil erhält.
"Auch wenn wir organisatorisch etwas mehr vor der Brust hatten, um alles pandemiekonform auf die Beine zu stellen, sind wir froh, dass wir den Kindern und den Studierenden diese Möglichkeit bieten konnten... schließlich waren beide Gruppen in den letzten Monaten stark durch die pandemiebedingten Einschnitte betroffen", resummierte Winter.
Kinder, Trainer*innen und Verbandsvertreter*innen waren vom Engagement der Studierenden begeistert, so dass einer Neuauflage der gemeinsamen Messung auch 2022 nichts im Wege stehen dürfte.

Erfolgreiche digitale Defensio von Alisa Berger

Am Montag, dem 03.05.2021 fand - aufgrund der besonderen Pandemie-Zeit digital - die Defensio zur Dissertation von Frau Alisa Berger statt. Mit Bravour konnte die Kandidatin damit die symbolische Ziellinie dieses Lebensabschnitt überschreiten und dabei alle drei Prüfer*innen (Prof. Dr. Michael Doppelmayr - Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Prof. Dr. Bettina Pollok - Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Assoz. Prof. Dr. Thomas Finkenzeller - Paris Lodron Universität Salzburg) vollends überzeugen.

Der Titel der Dissertation lautet "Effects of transcranial alternating current stimulation and robotic assistance on movement-related brain activity and their potential benefits for motor rehabilitation".
Die einzelnen Artikel der kummulativen Dissertation lauten

  • Berger A., Pixa N.H., Steinberg F., Doppelmayr M. (2018). Oscillatory and hemodynamic activity in a bimanual coordination task following transcranial alternating current stimulation (tACS): a combined EEG/fNIRS study. Frontiers in Behavioral Neuroscience
  • Berger A., Horst F., Müller S., Steinberg F., Doppelmayr M. (2019). Neural Correlates of Robot-assisted Gait Training: State of the Art and Future Perspectives for Fused EEG-fNIRS. Frontiers in Human Neuroscience
  • Berger A., Horst F., Pixa N.H., Steinberg F., Müller-Eising C., Doppelmayr M. (2019). Increased Gait Variability During Robot-Assisted Gait Training is accompanied by Increased Somatosensory Brain Activation in Healthy People. Journal of NeuroEngineering and Rehabilitation
  • Berger A., Steinberg F., Thomas F. Doppelmayr M. (2020). Neural Correlates of Age-Related Changes in Grip Force Regulation: a combined EEG-fNIRS study. Frontiers in Aging Neuroscience

Die Abteilung und das Institut für Sportwissenschaft gratulieren herzlich!

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Unser Kooperationspartner Neuroneum lud ein! 2. internationale Fachtagung „Robotik in der Neurorehabilitation"

 

Am 19.09 bis 20.09 fand in den Geschäftsräumen unseres Kooperationspartners Neuroneum in Bad Homburg die 2. internationale Fachtagung „Robotik in der Neurorehabilitation" statt. Unter der Schirmherrschaft von Volker Bouffier, Ministerpräsident des Bundeslandes Hessen, referierte Alisa Berger  zu "Anforderungen an neurowissenschaftliche Studien in der robotergestützten Gangrehabilitation" neben  weiteren Referenten wie Prof. Dr. Robert Riener von der ETH oder auch Dr. Gery Colombo von Hocoma. Der Vortrag war ein Auszug aus der derzeitigen Kooperationsstudie mit Neuroneum „How Robotic Support Affects Treadmill Walking and the Underlying Brain Activation in Healthy People“.

 

Dr. Helge Rupprich seit dem 01.10.2019 neuer Mitarbeiter in der Abteilung Sportpsychologie

Dr. Helge Rupprich

Wir freuen uns seit dem 01.10.2019 Dr. Helge Rupprich als neuen Kollegen in unserer Abteilung und im Institut für Sportwissenschaft begrüßen zu dürfen. Dr. Rupprich wird die Nachfolge von Dr. Helmut Scholl antreten und wird vornehmlich Volleyball, Statistik und Tischtennis unterrichten. Seine akademische Wurzel hat Dr. Rupprich an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wo er seit 2013 als Lehrkraft für besondere Aufgaben und wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 2015) am Lehrstuhl Sportpädagogik/Sportsoziologie unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Elke Knisel arbeitete. Dort verfasste er seine Dissertation mit dem Thema "Scouting zur Erfassung von autonomieförderndem Unterricht - Ein Magdeburger Modell".

Neben seiner universitären Arbeit gründete Dr. Rupprich 2007 die Sportagentur "beach & soul", die u. a. die TK Beach Tour in Dresden und Jena ausrichtet und die Koordination der Sächsischen Beachvolleyball Tour übernimmt.

Wir wünschen unserem neuen Kollegen einen guten Arbeitsbeginn und einen guten Start ins WS 19/20.

Team der JGU im Einsatz bei der Landessichtung des Hessischen Handball Verbands 2018

Am Samstag, dem 01.12.2018 waren mehr als 25 Studierende der JGU Mainz im Einsatz, um in Kooperation mit dem HHV die sportmotorischen Testungen im Rahmen der Landessichtung der Jahrgänge 2005 abzunehmen. Zwe Projekt-Seminare des Instituts für Sportwissenschaft hatten seit anderthalb Semestern auf dieses Ziel hingearbeitet. Nach ausgiebiger trainingswissenschaftlicher Vorbereitung erfolgte nun die Durchführung einer sportmotorischen Test-Batterie im hessischen Langenselbold. In rund 3 Stunden wurden in 2 Hallen parallel insgesamt rund 200 Jugendliche leistungsidagnostisch getestet.
Neben einem hochzufriedenen Projektpartner (HHV) hatten die engagierten Studierenden neben wertvollen Praxis-Erfahrungen vor allem die Möglichkeit, reale und aktuelle Daten zu erheben, die es nun im Rahmen der Seminararbeiten auszuwerten gilt.
Die Kooperation zwischen dem HHV und dem Betreuer seitens des Instituts (Christian Winter) soll in den kommenden Jahren fortgeführt und intensiviert werden.