Aktuelles

Erforschung der robotergestützten Neurorehabilitation – Kooperation mit neuroneum

© Alisa Berger

Jährlich erkranken bis zu 260.000 Menschen in Deutschland an einem Schlaganfall, 270.000 Menschen erleiden ein Schädelhirntrauma (davon 70.000 Kinder und Jugendliche) und weitere 400.000 Menschen erkranken jährlich an sonstigen neurologischen Erkrankungen. Die Alltagseinschränkungen, die aus diesen Erkrankungen resultieren, verringern maßgeblich die Lebensqualität der betroffenen Patienten. Innerhalb der neurologischen Rehabilitation wird versucht mit Hilfe unterschiedlichster Therapieansätze, diese Einschränkungen zu minimieren oder sogar körperliche Funktionen wiederherzustellen. Bedingt durch den medizinisch-technischen Fortschritt, entwicklen sich die Therapieansätze weiter und bedienen sich moderner Möglichkeiten, wie der Digitalisierung und der Robotik.

neuroneum ist ein Neurologisches Rehabilitationszentrum in Bad Homburg, das sich auf eine ambulante und mobile therapeutische Nachsorge von Schädel-Hirn-Verletzten Kindern und Erwachsenen spezialisiert hat. Das Therapiekonzept umfasst auch robotergestütze Neurorehabilitation für die oberen und unteren Extremitäten. Für die Gangtherapie kommt hierbei der LokomatPro® von Hocoma zum Einsatz.

Der LokomatPro® ist ein robotergestütztes Gerät, um die Gefähigkeit zu trainieren. Er bietet Kindern und Erwachsenen, auch mit schwerster neurologischer Schädigung, die Möglichkeit, die unteren Extremitäten funktionell innerhalb des Gehens hoch intensiv und hoch repetitiv zu trainieren.

Welche neurophysiologischen Prozesse dieser Therapieform zugrunde liegen, ist bisher allerdings unklar. Im Klinisches Kooperationsprojekt der Abteilung Sportpsychologie und neuroneum, soll das unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Doppelmayr und Alisa Berger mit Hilfe der funktionellen Nahinfrarotspektriskopie (fNIRS) untersucht werden. In einem ersten Pilotprojekt wurden bereits Daten von 14 gesunden Probanden erhoben. Nun sollen in einer kommenden Aufbaustudie Daten von Patienten erhoben werden.

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Michael Doppelmayr: doppelma@uni-mainz.de

Frau Alisa Berger: alisa.berger@uni-mainz.de

ASP 2019 – Dr. Fabian Steinberg und Fabian Thomas Vorort

von links: Helena Rudi (JGU), Dr. Nils Pixa (TU Chemnitz), Fabian Möller (SpoHo), Dr. Fabian Steinberg, Fabian Thomas

 

Zum dritten Mal in ihrer Geschichte tagte die Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (ASP) zwischen dem 30. Mai 2019 und dem 1. Juni 2019 in der schönen Saalestadt Halle in Sachsen-Anhalt. Thematischer Schwerpunkt der Tagung war „Angewandte Sportpsychologie“. Neben Attila Szabo aus Ungarn auch Judy van Raalte aus den USA, war auch der Sportpsychologe der deutschen Fußballnationalmannschaft Hans-Dieter Hermann als Keynote Speaker zu hören.

Aus der Abteilung Sportpsychologie des Institutes für Sportwissenschaft der JGU waren Dr. Fabian Steinberg und Fabian Thomas mit zwei Konferenzvorträgen innerhalb des Symposiums "Strategies to improve motor and cognitive functioning" Vorort. Moderiert durch unseren ehemaligen Kollegen Dr. Nils Pixa (TU Chemnitz) präsentierten die Kollegen ihre Forschungsergebnisse zu ihrer Studien

"Effects of moderate and high intensity physical exercise on cognitive performance underwater" (vorgestellt durch Fabian Möller, SpoHo)  und

"Effects of transcranial direct current stimulation (tDCS) in combination with aerobic exercise (AE) on executive functions and perceived exertion".

 

CogNISE Staffel unter den Top 5 beim Gutenberg Marathon 2019

Zum 20. Jubiläum des Gutenberg-Marathons in Mainz war die Abteilung Sportpsychologie doppelt vertreten. Zum einen durch das CogNISE Staffelteam und zum anderen durch den Abteilungsleiter Prof. Dr. Michael Doppelmayr, der den gesamten Marathon absolvierte. Insgesamt hatten sich rund 12.000 Läufer für den Gutenberg-Marathon angemeldet. 8.500 für den Marathon und den Halbmarathon, 1000 Läufer für die Staffeln (also 250 Staffeln) und 3.500 Schülerinnen und Schüler, die den Halbmarathon als Staffel liefen.

Top besetzt durch die Läufer/innen Christoph Steurenthaler, Alena Kröhler, Fabian Thomas und Alisa Berger schaffte es die Staffel, ihre persönliche Bestzeit von 03:26:19 aus dem Jahr 2016 um 28 Minuten zu reduzieren, und auf 02:58:19 (durchschnittlich 4:13 min./km) zu verbessern. Mit dieser Endzeit konnte sich die CogNISE Staffel den fünften Platz in der Gesamtwertung sichern. Der Marathoni Prof. Dr. Michael Doppelmayr finishte den gesamten Marathon in 04:40:33.

An dieser Stelle möchte sich die Abteilung Sportpsychologie besondern bei unseren beiden externen Läufern Christoph Steurenthaler und Alena Kröhler bedanken, ohne deren Leistung eine solche Endzeit nicht möglich gewesen wäre! Herzlichen Dank für euer Engagement!

 

Forschungspraktikant (m/w/d) gesucht! Neurophysiologische Mechanismen der robotergestützten Bewegungstherapie

Die Abteilung Sportpsychologie bietet ein Teil- oder Vollzeitpraktikum in folgendem aktuellen Forschungsprojekt an:

„Neurophysiologische Mechanismen derrobotergestützten Bewegungstherapie“

Ihre Aufgaben:

- Unterstützung im wissenschaftlichen Forschungsprojekt (primär Datenerhebung und Datenanalyse)

Ihr Profil:

  • Laufendes Studium im Bereich Sportwissenschaft, Psychologie, Medizintechnik, Informatik oder Vergleichbares (bevorzugt mit Bachelor-Abschluss, aber nicht zwingend)
  • Programmierkenntnisse in MATLAB
  • Großes Interesse an neurophysiologischen Messmethoden (EEG und fNIRS)
  • Begeisterung für robotergestützte Neurorehabilitation
  • Freude am Kontakt mit Patient/innen
  • Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit

Wir bieten Ihnen:

  • Mitarbeit an einem interessanten und innovativen Thema
  • Vertiefung wissenschaftlicher Methoden
  • Möglichkeit zur Abschlussarbeit
  • Flexible Arbeitszeiten (sechs Wochen Vollzeit oder semesterbegleitend. Beginn und Zeiten des Praktikums nach Absprache)
  • Leider können wir Ihnen keine Vergütung bieten

Interesse? Dann bewerben Sie sich mit aussagekräftigen Unterlagen per

Mail bis spätestens 31.05.2019 bei:

Alisa Berger (Wiss. Mitarbeiterin, Abteilung Sportpsychologie) Email: alisa.berger@uni-mainz.de

Hier gehts zur Praktikumsausschreibung!

 

Von der Ersatzbank zum Weltmeister! Hilfswissenschaftler Alexander Stahl gewinnt unerwartet Headis Team-WM

Für diesen Sport braucht es Köpfchen, Tempo, Gefühl und exzellente Beinarbeit – die Rede ist von der neuen Trendsportart Headis, zu Deutsch: Kopfballtischtennis. Alexander Stahl, Hilfswissenschaftler der Abteilung Sportpsychologie des Mainzer Instituts für Sportwissenschaften und aktiver Sportstudent im Bachelorstudium, gehört weltweit mit zu den ganz Großen dieses Sports. Schon im Januar konnte er seinen damaligen vierten Weltranglistenplatz bei den Headis Masters 2019 in Mainz bestätigen.

Nun lud der Privatsender ProSieben am 23. März 2019 zur besten Sendezeit zur ersten „Headis Team-WM“  ein. Die Teams bestanden zu einer Hälfte aus einem Headis-Profi und zur anderen Hälfte aus einem sportlichen Promi.

Trotz seines Weltranglistenplatzes war Alexander allerdings gar nicht für die Headis Team-WM nominiert. Zusammen mit den Promis sollten Cornelius Döll alias "Headsinfarkt", Arne Murach "Wurstverkäufer", Alexander Bohn "Lauchgesicht", Peter Hottum "Bagger Peter", Marcus Reeg "Sniper Schorsch" und Timon Maas "Nomit" antreten. Durch den Turniersieg des "Black Forest Cups" kurz zuvor in Lahr konnte Alexander jedoch weitere Weltcup Punkte sammeln und stieg auf den dritten Weltranglistenplatz auf, weshalb ProSieben den Headis Athlet als Ersatzmann nominierte. Kurz vorm Start der Headis Team-WM musste dann Arne Murach seine Teilnahme absagen, sodass Alex einspringen durfte. Und diese unverhoffte Chance wusste er zu nutzen!

Zusammen mit Ex Bro'Sis Sänger Giovanni Zarrella konnte Alexander alias "Olaf der Wikinger" sich gegen die Konkurrenz und vor allem den Weltmeister und Weltranglistenersten Cornelius Döll alias "Headsinfarkt" überraschend durchsetzen und gewann schließlich die erste Headis Team-WM live auf ProSieben.

Wir gratulieren herzlich zum Titel!

Das vollständige Turnier könnt ihr euch hier nochmal ansehen!

Dr. Ming-Yang Cheng zu Gast in der Abteilung Sportpsychologie

Die Abteilung Sportpsychologie darf seit kurzem Dr. Ming-Yang Cheng als Gastwissenschaftler willkommen heißen. Dr. Cheng promovierte an der Universität Bielefeld und wird von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gefördert. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung des EEGs im Kontext der körperlichen und sportlichen Leistungsfähigkeit. Am Institut für Sportwissenschaft in Mainz entwickelt Dr. Cheng zusammen mit Prof. Dr. Doppelmayr und Dr. Steinberg eine EEG Neurofeedback Methode, die im sportlichen Training eingesetzt werden soll.

The department of sports psychology has recently welcomed Dr. Ming-Yang Cheng as a guest scientist. Dr. Cheng holds a PhD from the University Bielefeld and is funded by Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. He is involved in research on psychophysiology and neuroscience within sport. His research focuses on the application of the EEG in the context of physical and athletic performance. At the institute for sports science in Mainz, Dr. Cheng, Prof. Dr. Doppelmayr and Dr. Steinberg are developing an EEG neurofeedback method that will be used in sports training.

Mitten ins Schwarze! BISp Projekt des Deutschen Schützenbundes startet in die Praxisphase

Pünktlich zum Jahreswechsel startet das BISp Projekt „Sportpsychologisches Rahmenkonzept im Deutschen Schützenbund“ mit den ersten Modulen in die Praxisphase. Dieses Rahmenkonzept wurde von der Abteilung Sportpsychologie unter der Leitung von Prof. Dr. Doppelmayr und Karin Steurenthaler in enger Zusammenarbeit mit dem Bundestrainern Stefan Müller und Detlef Glenz entwickelt.

Alle vier Wochen finden von Januar bis Juni für die C-Kader Athleten der Schnellfeuerpistole Lehrgänge statt, in denen sowohl sportpsychologische Gruppenworkshops als auch Einzelgespräche angeboten werden. Nach Abschluss der ersten Praxisphase erfolgt eine Evaluation des Rahmenkonzeptes, die das Feedback der Athleten und Trainer miteinschließt, um ggf. die Inhalte fein zu justieren.

Weiterführende Links:

BISp - Projekt

Youtube

Weltklasseniveau bei den Headis Masters 2019 in Mainz – Vizeweltmeister Alexander Stahl bestätigt Weltranglistenplatz

Not macht erfinderisch! Was macht man, wenn im Freibad der Fußballplatz zwar belegt ist, die Tischtennisplatten aber frei sind und man eigentlich Lust hat Fußball zu spielen? Genau, man erfindet eine neue Sportart! Zumindest kam im Jahr 2006 der damalige Saarbrücker Sportstudent René Wegner auf die Idee, den Ball nur mit dem Kopf über das Netz der Tischtennisplatte zu spielen. Das war die Geburtsstunde der Sportart Headis (engl.: head = Kopf + Tennis), die sich seitdem steigender Beliebtheit erfreut. Mittlerweile gibt es Welt- und Europameisterschaften und die Zahl der aktiven Spieler wird auf weltweit 80.000 geschätzt.

Einer dieser aktiven Spieler ist der Mainzer Sportstudent und HiWi in der Abteilung Sportpsychologie Alexander Stahl, der sich in der Szene unter dem Pseudonym "Olaf der Wikinger" einen hervorragenden Ruf erspielen konnte. Als amtierender Vize-Weltmeister (Video des Finals) startet er für den SV Darmstadt und befindet er sich derzeit auf dem vierten Platz der Weltrangliste.

Diesen Ruf wollte Alexander Stahl auch am 12.01.2019 beim Headis Masters Wettkampf in Mainz verteidigen, an dem die Top 18 der Welt teilnahmen. Der Wettkampf fand in der neueröffneten Mainzer Eventlocation "KUZ" statt.

Alexander Stahl, konnte sich bis zum Halbfinale souverän gegen die Konkurrenz durchsetzten, verlor allerdings im Halbfinale gegen die Top 1 der Weltrangliste "Headsinfarkt" in beiden Sätzen 11:8. Zwar begegnete ihm der Spieler Arne Murarch, alias "Wurstverkäufer", im Spiel um Platz 3 auf Augenhöhe, jedoch musste sich Alex nach einem spannenden 3-Satz Spiel geschlagen geben und landete somit auf dem 4. Platz der Headis Masters 2019 in Mainz.

Ergebnisse:

Männer Frauen
1. Platz "Headsinfarkt" 1. Platz Big Bad Head
2. Platz "Sniper Schorsch" 2. Platz Cabezaza
3. Platz "Wurstverkäufer" 3. Platz Red Hot Chili Headers missing Pepper

 

Summa cum laude! Wir gratulieren Herr Dr. Nils Henrik Pixa zu hervorragenden Dissertation

"One Brain, two Hands - Effects of transcranial direct current stimulation on bimanual motor skill learning" so lautet der Titel der Dissertation, die Herr Nils Pixa am 24.01.19 im Hörsaal HS 2 verteidigte. Inhalt der Dissertation sind folgende Paper:

Nach einem spannenden Vortrag und einer intensiven Diskussion mit den Prüfern, kamen die Prüfer Prof. Dr. Michael Doppelmayr, Prof. Dr. Karen Zentgraf und Prof. Dr. Stefan Berti zu dem Ergebnis "Summa cum laude".

Wir, die Abteilung Sportpsychologie, gratulieren zu dieser herausragenden Ergebnis. Weiterhin möchten wir uns bei Herrn Dr. Nils Pixa für die massgebliche Mithilfe beim Aufbau des Sportpsychologischen Labors sowie für seinen hohen wissenschaftlichen Input bedanken. Wir wünschen ihm für seine weitere berufliche und private Zukunft nur das Beste.

Chapeau!

Im Zeichen der Digitalisierung – Televorlesung mit Dr. Christina Czeschik

Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) verändert unter dem Begriff der „Digitalisierung“ Wirtschaft und Gesellschaft. Auch das Mainzer Sportinstitut nutzt das innovative Potential, welches digitale Anwendungen für Forschung und Lehre bietet. Im Rahmen der Vorlesung "Gesundheitssysteme, Public Health und Gesundheitspolitik" hielt Dr. Christina Czeschik, Ärztin und Medizininformatikerin, am 18.01.2019 einen Vortrag zum Thema "Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems". Diese Vorlesung fand ganz im Zeichen der Telemedizin statt, die Ärzten und Ärztinnen erlaubt, unabhängig von Zeit und Raum, mit ihren Patienten in Kontakt zu treten, denn die Referentin hielt den Vortrag in ihrem Büro in Essen. Per Videostream erreichte die Information dann die Zuhörer in Mainz. Neben der Enstehungsgeschichte der Digitalisierungsbemühungen im deutschen Gesundheitswesen rund um den Lipobayskandal, erklärte Frau Dr. Czeschik auch, warum der Digitalisierungsprozess im internationalen Vergleich noch nicht soweit fortgeschritten ist und welches Potential digitale Anwendungen für Staat, Leistungserbringer und vor allem Patienten bieten.